Die Millenniums-Entwicklungsziele
im Südlichen Afrika



Malawi

Ziel 3: Förderung der Gleichheit der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen

Die Bildungschancen für Mädchen und Frauen sind weiterhin deutlich schlechter als die von Jungen und Männern. Dies kommt sowohl im geringen Anteil von Mädchen in den Sekundarschulen (wo weiterhin Schulgebühren zu zahlen sind) als auch in der hohen Analphabetenrate von Frauen (49% gegenüber 36% bei Männern) zum Ausdruck. Das trägt zu deutlich schlechteren beruflichen Möglichkeiten bei. So ergab eine Untersuchung im Jahre 2003, dass lediglich 12,3% aller leitenden Positionen im Staatsdienst mit Frauen besetzt waren. Der Anteil von Frauen im Parlament beträgt 14,0%, eine deutliche Erhöhung gegenüber den 8,8% im letzten Parlament, aber immer noch weit von den SADC-Empfehlungen von mindestens 30% Frauenanteil in den Parlamenten entfernt.

Ein gravierendes Problem ist die Gewalt gegen Frauen, vor allem im häuslichen Bereich. Gesetze gegen diese Gewalt kommen nur mühsam durch den von Männern dominierten Gesetzgebungsprozess in Malawi. Die Regierung hat 2000 eine "Malawi National Gender Policy" verabschiedet, die das Ziel hat, Gender-Gleichheit und eine Stärkung (empowerment) von Frauen zu fördern. Es geht bei dem Konzept u.a. um Bildung und Ausbildung, reproduktive Gesundheit, Ernährung, Sicherheit, Menschenrechte und Maßnahmen zur Reduzierung der Armut. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass kleine Schritte in Richtung auf die Erreichung des Millenniumsziels gemacht werden. Nach dem "Human Development Report 2005" der UNDP erreichte Malawi beim "Gender-Related Development Index" lediglich den 129. Platz von 140 bewerteten Ländern.
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