Die Millenniums-Entwicklungsziele
im Südlichen Afrika



Lesotho

Mit etwa 30.000 Quadratkilometern gehört Lesotho zu den kleinsten afrikanischen Ländern, ist mit einer Bevölkerung von 2,3 Millionen Menschen aber relativ dicht besiedelt. 80% der Menschen leben in ländlichen Gebieten. Die Landknappheit ist groß, denn drei Viertel des Territoriums bestehen aus Gebirgsregionen, die nur für eine extensive Landwirtschaft geeignet sind, und nur ein Zehntel ist gegenwärtig als Ackerland genutzt.

Lesotho ist vollständig von südafrikanischem Gebiet eingeschlossen, was in der Apartheidzeit jede Entwicklung und besonders jede eigenständige Entwicklung stark behindert hat. Lesothos Rolle in der Apartheidökonomie bestand darin, billige Arbeitskräfte für den südafrikanischen Bergbau zu liefern.

Seit dem demokratischen Wandel in Südafrika sind auch die politischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten Lesothos stark gewachsen. Mit dem Lesotho Highland Water Project (Lieferung von Wasser aus Staudämmen an Südafrika) und der Textilindustrie verfügt das Land über zwei devisenbringende Bereiche. Allerdings ist das erste Projekt mit erheblichen ökologischen und sozialen Problemen verbunden und das zweite ist gefährdet, seit der Welttextilmarkt weiter liberalisiert wurde, zum Nutzen vor allem Chinas. Der größte Teil der Bevölkerung lebt weiterhin von der Subsistenzlandwirtschaft, während die Zahl der Wanderarbeiter im südafrikanischen Bergbau in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist. Die Wirtschaft Lesothos steht also vor einer Reihe struktureller Probleme, die sich auch auf die Perspektiven zur Erreichung der Millenniumsziele auswirken.

Die Verwirklichung einer Mehrparteiendemokratie (im Rahmen einer konstitutionellen Monarchie) bei den Wahlen im Mai 2002 gehört zu den Hoffnungszeichen in Lesotho und trägt wesentlich zur politischen Stabilität bei. Dies ist ein bedeutender Erfolg nach vielen Jahren politischer Krisen, die die Regierung 1998 zwangen, Südafrika zu bitten, Militär zu entsenden, um ein Chaos zu verhindern. Eine Umfrage der Commonwealth Foundation im Jahre 2000 ergab, dass alle Befragten der Auffassung waren, Lesotho sei keine gute Gesellschaft, u.a. wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der großen Armut. Auch wenn viele Probleme geblieben sind, gibt es auf politischem Gebiet inzwischen deutliche Fortschritte. 

UNDP-Daten zu den Millenniumszielen in Lesotho:
Zusatzinfo 1
Zusatzinfo 2

Weltbank-Daten zu den Millenniumszielen in Lesotho:
Zusatzinfo 3

Weitere ausführliche Informationen zu Lesotho finden Sie auf der Webseite der
Informationsstelle Südliches Afrika.

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