SADC-Region

Afrikas mühsamer Weg zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung

Der "Bericht über die menschliche Entwicklung 2006" hat den thematischen Schwerpunkt "Nicht nur eine Frage der Knappheit: Macht, Armut und die globale Wasserkrise“. Angesichts von 1,1 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser und 2,6 Milliarden Menschen ohne eine sanitäre Entsorgung analysiert der Bericht der UN-Entwicklungsorganisation UNDP nicht nur die katastrophale Situation und ihre Ursachen, sondern entwickelt auch zahlreiche konkrete Vorschläge, damit der Slogan "Wasser für alle" endlich zur Realität wird. Mit deutlichen Worten wird das Ignorieren der Auswirkungen der Wasserkrise auf die Armen verurteilt: "Doch jedes Jahr müssen 1,8 Millionen Kinder sterben, weil sie kein sauberes Wasser und keine ausreichende Sanitärversorgung haben ... Dennoch nimmt die Weltöffentlichkeit kaum von diesem Thema Notiz."

Besonders Afrika südlich der Sahara ist noch weit davon entfernt, dass Millenniumsziel einer Halbierung des Anteils der Menschen ohne eine gesundheitlich unbedenkliche Wasserversorgung zu erreichen. Von 1990 bis 2004 erhielten jährlich lediglich zusätzlich 10,5 Millionen Menschen einen Zugang zu Wasser. Um das Millenniumsziel zu erreichen, müsste dieser Wert auf 23,1 Millionen Menschen erhöht werden. Das erscheint ein schwer erreichbares Ziel. Im UNDP-Bericht werden grundlegende Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit eingefordert. Konkret bedeutet dies, dass alle Menschen gleiche Rechte auf Wasser haben sollen, dass ein Mindestbedarf von 20 Litern pro Tag für alle gedeckt werden muss, dass eine Chancengleichheit beim Zugang zu Wasser erreicht werden muss und Wasser gerecht verteilt werden soll.
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Erreichung dieser Ziele ist die Anerkennung von Wasser als Menschenrecht. Ebenso gelte es, das Menschenrecht auf eine sanitäre Versorgung in den Verfassungen der einzelnen Länder und international zu verankern. Südafrika ist auf diesem Gebiet ein Vorbild. Im Bericht heißt es: "... Südafrika hat gezeigt, wie das Menschenrecht auf Wasser als Mechanismus zur Stärkung von Mitspracherechten und als Richtschnur für die Politik dienen kann. Durch die auf Rechten basierende Reform des Wassersektors konnte Südafrika den Zugang ausweiten und das Erbe der Rassenungleichheit aus der Zeit der Apartheid überwinden, zum Teil durch auf Rechten basierenden Anspruchsberechtigungen."

 Der UNDP-Bericht lässt erkennen, dass es in den armen Ländern der Welt um die Abwasser- und Sanitärversorgung noch deutlich schlechter steht als um die Wasserversorgung. Nicht nur ist die Zahl der unversorgten Menschen wesentlich höher, sondern auch die Erfolge auf dem Weg, bis 2015 den Anteil der unversorgten Menschen an der Weltbevölkerung zu halbieren, sind bisher in vielen Ländern unzureichend. So wird im UNDP-Bericht geschätzt, dass Afrika südlich der Sahara dieses Ziel erst im Jahre 2076 erreichen wird. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass sanitäre Themen in vielen Gesellschaften weiterhin ein Tabu sind, über das man nicht spricht. Auch Regierungen machen oft einen weiten Bogen um das "anrüchige" Thema, was zur Folge hat, dass wenige Entwicklungsprogramme dieses existenziell wichtige Thema berücksichtigen. Wie stark die Korrelation zwischen Armut und unzureichender sanitärer Entsorgung ist, macht der UNDP-Bericht u.a. am Beispiel Namibia deutlich. Dort verfügten 2000 die wohlhabendsten 20% der Bevölkerung zu fast 100% über eine angemessene Sanitärentsorgung, unter den ärmsten 20% waren es hingegen annähernd 0%.

Die menschlichen Kosten der unzureichenden Wasser- und Sanitärversorgung sind in vielen Teilen der Welt hoch. Nicht nur sterben wie erwähnt jährlich 1,8 Millionen Kinder an Durchfallerkrankungen, sondern es gehen durch wasserbedingte Krankheitstage auch 443 Millionen Schultage verloren. Nicht nur einzelne Menschen leiden unter der Misere, sondern ganze Volkswirtschaften nehmen schweren Schaden. In Afrika südlich der Sahara gehen als Folge solcher Krankheiten laut UNDP-Bericht etwa fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts verloren (u.a. Kosten des Gesundheitswesens und Krankheitstage von Beschäftigten). Umgekehrt erbringt jeder Dollar, der im Trinkwasser- und Sanitärbereich investiert wird, über Kostenverminderungen und Produktivitätszuwachs acht Dollar.
Zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele im Wasser- und Abwasserbereich sind laut UNDP jährlich zusätzlich zehn Milliarden Dollar erforderlich. Diese Summe entspricht dem, was weltweit an nur fünf Tagen für militärische Zwecke aufgewendet wird. Neben Finanzen kommt auch der Verbesserung der Effizienz der Versorgungs- und Entsorgungsbetriebe eine große Bedeutung zu, wenn alle mit Wasser- und Abwasserdienstleistungen erreicht werden sollen. Hierbei spielen öffentliche Versorgungsträger nach UNDP-Auffassung eine Schlüsselrolle.

Ein weiteres Schwerpunktthema des Berichts ist die globale Wasserknappheit. Es wird an Beispielen dargestellt, wie diese Knappheit zugenommen hat und weiter zunehmen wird. Wichtig sei deshalb vor allem, eine effiziente Nutzung der Wasserressourcen zu erreichen und zum Beispiel widersinnige Subventionen eines übermäßigen Wasserverbrauchs zu beenden. Dies ist um so dringender erforderlich, als der globale Klimawandel zu einer Verschärfung der Wasserknappheit führen wird: "Die erdrückende Beweislast lässt sich aber in einer einfachen Formel zusammenfassen: In vielen Gegenden der Welt, wo schon jetzt die größte Wasserknappheit herrscht, wird es noch weniger Wasser geben und es wird schwerer werden, Wasserströme vorherzusagen, auch weil es häufiger zu Extremereignissen kommen wird."
Zu den Weltregionen, die mit größerer Wasserknappheit rechnen müssen, gehört das südliche Afrika. Die Verknappung wird auch zu einer verschärften Konkurrenz von Landwirtschaft, Industrie und Haushalten um das verfügbare Wasser führen. Auch zwischen landwirtschaftlichen Betrieben sowie zwischen Ackerbauern und Viehzüchtern nehmen die Konflikte zu. In dieser Situation wird es als Aufgabe des Staates angesehen, die Wasserrechte so zu regeln, dass es zu einem Interessenausgleich kommt und nicht die Armen und Kleinbauern noch weiter an den Rand gedrängt werden. Besondere Beachtung verdient die Frage, wie Frauen einen besseren Zugang zu Wasser erhalten können, besitzen sie doch in vielen Ländern keine oder kaum Landrechte (an die die Wasserrechte oft geknüpft sind). "

Als ein Ziel wird im UNDP-Bericht formuliert: "Gleiches Recht auf Wasser für Frauen und Männer in den Mittelpunkt der nationalen Entwicklung stellen und Maßnahmen umsetzen, um die Mitsprachemöglichkeiten von Frauen bei Entscheidungen in der Wasserbewirtschaftung zu vergrößern." Der UNDP-Bericht mit dem Schwerpunkt Wasser zeichnet sich gegenüber verschiedenen anderen internationalen Berichten zur Wasserthematik dadurch aus, dass die Frage der Gerechtigkeit in den Mittelpunkt gestellt wird. Wasserkonflikte und Lösungskonzepte werden aus dieser Perspektive analysiert. Das Ergebnis ist insgesamt gesehen überzeugend und kann dazu beitragen, der internationalen Wasserdebatte eine klare Richtung zu geben: Wasser für alle und nicht nur Wasser für alle, die es sich leisten können.

Weitere Informationen zur deutschsprachigen Ausgabe des Berichts finden Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen: http://www.dgvn.de/publikationen/dgvn-un-rep.htm


Zum Stand der Umsetzung der Millenniumsziele im Südlichen Afrika in 2006

Referat von Frank Kürschner-Pelkmann bei einer KOSA-Tagung zu den Millenniumszielen am 1. April 2006

Link zum Text: http://www.millennium-entwicklungsziele.de/pages/acommon/sadc/news2.htm

Afrikas Rohstoffreichtum zur Überwindung der Armut nutzen

Afrikas reiche natürliche Ressourcen könnten der Schlüssel zur Überwindung der Armut auf dem Kontinent sein – wenn sie sorgfältig und kreativ genutzt werden. Zu diesem Ergebnis ist das UN-Umweltpogramm UNEP im Bericht „Africa Environment Outlook-2“ gekommen. Bei der Vorstellung des Berichts unter dem Thema „Our Environment, our Wealth“ betonte der UNEP-Exekutivdirektor Achim Steiner Ende Juni 2006: „Natürliche Ressourcen bilden das Herz ökonomischer Aktivitäten.“ In Afrika werden 80% des Platins, mehr als 40% der Diamanten und mehr als ein Fünftel des Goldes und des Kobalts der Welt gefördert. Aber nur die wenigsten dieser natürlichen Reichtümer werden in Afrika verarbeitet, und den meisten Ländern des Kontinents fehlt weiterhin eine industrielle Basis. Es komme darauf an, so der Bericht, mehr Rohstoffe selbst zu verarbeiten und damit Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze zu schaffen. Afrika wird sich zunehmend des Reichtums an schönen Landschaften, Pflanzen und Tieren bewusst, und es geschieht mehr zu deren Erhaltung. Vor allem der Tourismus eröffnet Möglichkeiten, diesen Reichtum zu nutzen, um wirtschaftliche Armut zu überwinden. Bisher hat Afrika lediglich einen Anteil von 4% am Welttourismus.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in einem Bericht des UN-Informationsdienstes IRINnews:http://www.irinnews.org/report.asp?ReportID=54252

Ernährungssicherheit im Südlichen Afrika verbessert sich 2006

Die Ernährungssicherheit hat sich in fast allen Mitgliedsstaaten der Wirtschaftsgemeinschaft SADC in diesem Jahr deutlich verbessert. Dies geht aus einer Analyse von ?Southern African News Features? vom 13. Juni 2006 hervor. Fast alle Regierungen der Region haben angekündigt, dass die diesjährige Maisernte deutlich besser ausfallen wird als in den Vorjahren. Malawi erwartet, erstmals nach fünf Jahren wieder 2,35 Millionen Tonnen Mais zu ernten, in der Erntezeit 2004/2005 waren es lediglich 1,3 Millionen Tonnen gewesen. Simbabwes Regierung erwartet eine Maisernte von 1,8 Millionen Tonnen gegenüber 550.000 Tonnen im Vorjahr. Mit einer Erntemenge von 1,4 Millionen Tonnen wird Sambia in diesem Jahr voraussichtlich wieder zu einem Mais exportierenden Land werden, nachdem im Vorjahr 85.000 Tonnen dieses wichtigen Grundnahrungsmittels importiert werden mussten. Ein wesentlicher Faktor für die Verbesserung der Ernteerträge bei Mais und anderen wichtigen Nahrungsmitteln sind die günstigeren Witterungsverhältnisse in dieser Anbauperiode, insbesondere ausreichende Niederschläge. Einige Regierungen nehmen für sich in Anspruch, dass der bessere und preiswertere Zugang zu Saatgut und Dünger wesentlich zur Erhöhung der Ernteerträge beigetragen habe, ebenso ein Ausbau der Beratungsangebote für Bauernfamilien. Die gute Ernte wird auch das gesamtwirtschaftliche Wachstum positiv beeinflussen. So erwartet Malawi in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von mehr als acht Prozent.

Weiterhin hoher Grad an Mangelernährung von Kindern im Südlichen Afrika

Ein Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF betont, dass HIV/Aids zu den Faktoren gehört, die zu einem weiterhin hohen Grad von Mangelernährung von Kindern im Südlichen Afrika beitragen. Die Region mache keinen Fortschritt auf dem Weg zur Erreichung des Millenniumsziels, sondern die Zahl der Kinder mit Untergewicht habe sich in den letzten 15 Jahren noch erhöht. Während vorher Erfolge im Kampf gegen die Mangelernährung von Kindern erzielt worden seien, habe sich die Situation inzwischen wieder verschlechtert. Neben HIV/Aids habe auch die Ernährungskrise aufgrund von Dürreperioden hierzu beigetragen. Im Malawi, Mosambik und Sambia weise jedes fünfte Kind Untergewicht auf. In Lesotho und Simbabwe habe sich der Anteil der betroffenen Kinder deutlich erhöht. Botswana sei es hingegen trotz einer hohen HIV-Infektionsrate gelungen, den Anteil der Kinder, die untergewichtig sind, so stark zu vermindern, dass das Millenniumsziel erreicht werde. Swasiland konten den Anteil der mangelernährten Kinder auf 10 Prozent reduzieren, der niedrigste Wert in der Region. Allerdings sei die Kindersterblichkeit in beiden Ländern wegen der großen Zahl vonKleinkindern, die von HIV/Aids betroffen sind, weiterhin hoch. In Südafrika, dem wohlhabendsten Land der Region, hat sich der Anteil der mangelernährten Kinder in den letzten eineinhalb Jahrzehnten deutlich erhöht. Einen Bericht zu dieser Thematik finden Sie im Internet: http://www.irinnews.org/report.asp?ReportID=53180

Frauen brauchen Zugang zu sauberem Wasser

Die 48-jährige Frau Gamma hat an Selbstbewusstsein und sozialem Status gewonnen. Auslöser dafür war ihre Initiative, ein Wasserprojektkomitee in ihrem Heimatdorf Lifuwa in Malawi zu gründen. Es gelang dem Komitee, eine finanzielle Unterstützung von der britischen Entwicklungsorganisation WaterAid zu erhalten. Die Fördermittel und die Eigenleistungen der Dorfbewohner ermöglichten es, einen Brunnen mit einer Handpumpe zu bauen. Die Frauen, die vorher lange Wege zur nächsten Wasserstelle zurücklegen mussten, haben nun Zeit für die landwirtschaftliche Arbeit gewonnen, und außerdem ist in Eigenhilfe eine Schule entstanden. Das Wasserprojektkomitee kümmert sich um die Wartung der Pumpe. Nächstes Projekt ist die Verbesserung der sanitären Situation durch den Bau von Toiletten. Frau Gamma hat nicht nur mehr Selbstbewusstsein gewonnen, sondern sie berichtet auch, dass das Verhältnis zu ihrem Mann sich verändert hat und gleichberechtigter ist. Diese positiven Erfahrungen werden dargestellt im Bericht ?For her it?s the big issue ? Putting women in the centre of water supply, sanitation and hygiene?, der von UNICEF, Gender and Water Alliance, Norwegian Ministry of Foreign Affairs und Water Supply and Sanitation Collaborative Council veröffentlicht wurde.

In der entwicklungspolitischen Diskussion ist mittlerweile unbestritten, dass Frauen und Mädchen in besonderem Maße leiden, wenn der Zugang zu sauberem Wasser in der Nähe und eine sanitäre Entsorgung fehlen. Im Bericht der vier internationalen Organisationen wird mit vielen Beispielen belegt, wie positiv sich Schritte zur Verbesserung der Versorgung und Entsorgung auf die Gesundheit und die Lebenssituation von Frauen und Mädchen auswirken. Im Vorwort der Studie, die auf Englisch erschienen ist, heißt es zusammenfassend zu den vorhandenen Problemen: ?Das Fehlen einer minimalen sanitären Entsorgung und von sauberem Wasser sind akute Probleme für Frauen und Mädchen, die in armen und dicht bevölkerten Slums der Städte sowie in ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer leben. Viele von ihnen müssen auf die Dunkelheit warten, bevor sie ihre ?Geschäfte? erledigen können, und manchmal müssen sie dabei Belästigungen oder sexuelle Übergriffe befürchten oder erleben. In Krisensituationen, in denen die persönliche Sicherheit gefährdet ist, müssen sie schon beim Wasserholen Belästigungen befürchten oder riskieren.
In vielen Ländern ist der Schulbesuch von Mädchen geringer und ihr Anteil unter denen, die den Schulbesuch vorzeitig beenden, größer, wenn die Schulen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben und es keine getrennten Toiletten für Jungen und Mädchen gibt. Wenn wir uns nicht auf diese Herausforderungen konzentrieren, wird dies die Aussichten vermindern, eine Reihe der Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen.? Im Bericht wird dargestellt, dass Wasser- und Sanitärprojekte in aller Regel sehr viel besser funktionieren, wenn die Frauen in die Planung und Durchführung der Vorhaben aktiv einbezogen werden. Die Weltbank hat 122 Projekte auf diese Fragestellung untersucht und festgestellt, dass Wasser- und Abwasserprojekte mit einer aktiven Beteiligung der Frauen sechs- bis siebenmal so wirksam sind wie Projekte, wo eine solche Beteiligung fehlt. Das gilt auch für viele andere Wasserprojekte, wird in dem Bericht deutlich. So haben die Vereinten Nationen im Rahmen eines Entwicklungsprogramms den Bau von Brunnen in Malawi unterstützt. In einer ersten Phase waren die Frauen weit gehend von Entscheidungen und Durchführung der Brunnenprojekte ausgeschlossen, obwohl sie für die Wasserversorgung der Familien verantwortlich sind.
Das Ergebnis war, dass die Brunnenanlagen nicht gewartet wurden, weil die Männer kein Interesse daran hatten. Erst als sichergestellt wurde, dass die Frauen in den Entscheidungsgremien mindestens 30% der Sitze erhielten und in Unterhalt und Wartung der Anlagen einbezogen wurden, verbesserte sich die Planung und Nutzbarkeit der Brunnen entscheidend.
Im Bericht heißt es zu den Wasserprojekten im Süden der Welt: ?In vielen Projekten haben Frauen eine zentrale Rolle übernommen, um ein reibungsloses Funktionieren der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sicherzustellen. Dazu gehört auch eine aktive Rolle bei Wartungs- und Reparaturarbeiten.? Entgegen vorherrschenden Vorurteilen haben Frauen in verschiedenen Projekten die technischen Fertigkeiten erworben, um solche Reparaturen auszuführen. Die aktive Mitwirkung von Frauen an erfolgreichen Wasserprojekten erhöht auch ihren sozialen Status in der Gemeinschaft. Eine gut funktionierende Wasserversorgung und sanitäre Entsorgung führen zum Rückgang von wasserbedingten Krankheiten und Kindersterblichkeit.
Diese positiven Ergebnisse können verstärkt werden durch Hygiene- und Gesundheits-Bildungsprogramme, die ebenfalls dann erfolgreich sind, wenn Frauen aktiv an der Planung und Durchführung beteiligt werden. Bessere Wasserversorgung und Gesundheitsaufklärung wirken sich besonders positiv auf die Gesundheitssituation schwangerer Frauen und auf die Überlebensaussichten neu geborener Kinder aus. So sinkt die Müttersterblichkeit, wenn schwangere Frauen nicht länger schwere Wasserbehälter über große Entfernungen nach Hause tragen müssen, sondern einen Brunnen oder Wasserhahn in der Nähe haben. Bei der Geburt vermindert die Verfügbarkeit von ausreichend sauberem Wasser die Infektionsgefahr für Mutter und Kind deutlich. Dies hat sich zum Beispiel in Gebieten in Tansania gezeigt, wo die Versorgung mit sauberem Wasser verbessert wurde. Untersuchungen in verschiedenen Ländern haben gezeigt, in welch großem Maße das Fehlen von sauberem Wasser und Toiletten in den Schulen die Bildungsmöglichkeiten von Mädchen reduzieren. In Pakistan wurde festgestellt, dass mehr als die Hälfte der Mädchen in der zweiten oder dritten Klasse die Schule verlassen, wenn es keine Toiletten in den Schulgebäuden gibt. Viele Lehrerinnen wechseln die Schule oder geben ihren Beruf auf, wenn in einer Schule akzeptable Toilettenanlagen fehlen. Der Schulbesuch von Mädchen nimmt auch dadurch ab, dass sie schon in jungen Jahren gemeinsam mit ihren Müttern Wasser von weit entfernten Quellen oder Brunnen holen müssen. Entsprechend positiv sind die Auswirkungen von Programmen zum Bau von sanitären Anlagen in Schulen und zu einer angemessenen Wasserversorgung der Haushalte.
Die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser in der Nähe vermindert die Arbeitslast sowohl der Mädchen als auch der Frauen und ermöglicht es den Frauen, mehr Zeit für den Anbau von Gemüse oder für Beschäftigungen einzusetzen, mit denen sie ein Einkommen erzielen. Es ist berechnet worden, dass Frauen und Mädchen in wirtschaftlich armen Ländern 40 Milliarden Stunden im Jahr aufwenden müssen, um Wasser nach Hause zu tragen. Im Bericht wird ein Beispiel aus Äthiopien erwähnt, wo Frauen früher bis zu acht Stunden am Tag damit beschäftigt waren, Wasser zu holen. Dank eines Trinkwasserprojekts benötigen sie für diese Tätigkeit inzwischen nur fünf bis zwanzig Minuten. Zur Verminderung der Arbeitsbelastung trägt auch bei, dass bei einer ausreichenden Wasserversorgung und angemessenen sanitären Entsorgung deutlich weniger Familienangehörige erkranken und damit die Belastung durch die Pflege von Kranken abnimmt. Im letzten Teil des Berichts wird eine ganze Reihe von Vorschlägen gemacht, wie die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung so verbessert werden können, dass Frauen und Mädchen sowie die ganze Gesellschaft davon profitieren. Genannt wird zum Beispiel die Bedeutung von Bewusstseinsbildungsprogrammen, die vermitteln, warum eine Gleichberechtigung der Geschlechter und eine Förderung der Frauenbeteiligung an der Planung, Entscheidungsfindung und Durchführung von Wasser-, Abwasser- und Hygieneprogrammen wichtig sind. Ebenso gelte es, gelungene Projekte bekannter zu machen, damit sie dazu inspirieren, eigene Programme durchzuführen, die Frauen aktiv einbeziehen und so eine erfolgreiche Lösung von Wasser- und Abwasserproblemen ermöglichen. Wichtig ist wie dargestellt auch, die Schulen mit angemessenen Toilettenanlagen auszustatten. Der Bericht und seine konkreten Vorschläge können dazu beitragen, dass den Bekenntnissen zur Frauenförderung endlich verstärkt konkrete Maßnahmen folgen, um die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung so zu verbessern, dass Frauen und Mädchen davon profitieren. Der Bericht ist als PDF-Datei herunterzuladen:http://www.wsscc.org/pdf/publication/FOR_HER_ITs_THE_BIG_ISSUE_Evidence_Report-en.pdf

Sehr viel mehr Flutopfer in Afrika erwartet

Eine Studie der britischen Regierung macht deutlich, wie verheerend sich die Klimaveränderungen auf die Menschen im Süden der Welt auswirken werden. Es wird geschätzt, dass sich die Zahl der Menschen in Afrikas Küstenregionen, die von Fluten bedroht sind, von einer Million Menschen im Jahre 1990 auf 70 Millionen Menschen im Jahre 2080 erhöhen wird. Die aktuelle Studie, zu der sich der Sender BBC im März 2006 unter Berufung auf das „Freedom of Information“-Gesetz Zugang verschaffte, wurde von der staatlichen Entwicklungsorganisation „Department for International Development“ veröffentlicht. Verfasser ist Nick Stern, früher ein leitender Volkswirt der Weltbank. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass Dürren und Fluten im Süden der Welt zu einem erheblichen Teil von den Ländern verursacht werden, die Entwicklungsgelder zur Verfügung stellen. Einerseits werde geholfen, andererseits aber den Menschen im Süden geschadet. Es müsse deshalb etwas gegen die Emissionen getan werden, die die Klimaveränderungen auslösen und gleichzeitig versucht werden, die Folgen der Klimaveränderungen stärker in die internationale Entwicklungspolitik einzubeziehen. In jedem Fall sei es billiger, die Emissionen zu vermindern, als mit den Konsequenzen der Klimaveränderungen fertig zu werden. Der BBC-Bericht ist nachzulesen unter: http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/4839834.stm

UN-Weltwasserbericht: Wasserstress im Südlichen Afrika

Die Vereinten Nationen haben am 9. März 2006 den zweiten Weltwasserentwicklungsbericht unter das Thema ?Wasser ? eine geteilte Verantwortung? (water ? a shared responsibilty) gestellt. Der Bericht wurde in Zusammenarbeit von 24 UN-Organisationen und -Einrichtungen verfasst und gibt einen Einblick in globale Wasserprobleme und Konzepte zu deren Überwindung. Ein wichtiger Orientierungspunkt sind dabei die UN-Millenniumsziele für den Wasser- und Sanitärbereich. Bis 2015 soll die Zahl der Menschen ohne Zugang zu Trinkwasser und einer gesundheitlich unbedenklichen Abwasserentsorgung halbiert werden. Aktuelle Berechnungen besagen, dass weiterhin 1,1 Milliarden Menschen ohne ausreichend sauberes, in der Nähe zugängliches Trinkwasser leben müssen und sogar 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu gesundheitlich unbedenklichen sanitären Einrichtungen haben. Mehr als die Hälfte dieser Menschen leben in Indien und China. Verbesserungen der Trinkwasserversorgung in diesen beiden und einigen weiteren Ländern werden es ermöglichen ? so die Einschätzung im Weltwasserentwicklungsbericht ?, dass im weltweiten Durchschnitt das Trinkwasser-Millenniumsziel erreicht wird.
Allerdings wird es in Problemregionen wie Afrika südlich der Sahara voraussichtlich verfehlt werden. Das Ziel der Halbierung der Zahl der Menschen ohne Zugang zu einer angemessenen sanitären Entsorgung wird auch weltweit nicht erreicht, wenn sich die gegenwärtigen Trends fortsetzen. Dies ist ein Indiz dafür, wie stark das ?anrüchige? Thema Toiletten, Abwasserleitungen und Kläranlagen in der Entwicklungsdiskussion und -praxis vernachlässigt worden ist. Laut Bericht sind ?Missmanagement, Korruption, das Fehlen angemessener Institutionen, bürokratische Trägheit und ein Mangel an neuen Investitionen zur Ausbildung von Fachleuten und zum Bau von Infrastruktur? für die Misere in der Trinkwasserversorgung verantwortlich. Deshalb wird in dem Bericht großes Gewicht darauf gelegt, ein verantwortliches Vorgehen der im Wasser- und Abwasserbereich tätigen Institutionen sowie der zuständigen Behörden zu erreichen (?good governance?). Eng verknüpft mit ?good governance?, so wird im Bericht betont, sind grundlegende Freiheiten der Bevölkerung wie die Meinungsfreiheit und die Freiheit, sich zu organisieren: ?Wasserstress entsteht vor allem dort, wo individuelle Rechte und Freiheiten eingeschränkt sind.? Die Reform des Wassersektors müsse deshalb einhergehen mit Reformen zur Verbesserung des Regierungssystems. Ein weiteres wichtiges Ziel muss es sein, ausreichend Finanzmittel für den Wasser- und Sanitärsektor zur Verfügung zu stellen. Nach Berechnungen des Weltwasserentwicklungsberichts stagniert aber das Volumen der Entwicklungsgelder für diesen Sektor bei 4,5 Milliarden Dollar im Jahr (einschließlich günstiger Kredite internationaler Institutionen wie der Weltbank).
Die Summe mag noch relativ hoch erscheinen, aber laut UN-Bericht erreichen nur etwa 10% dieser Summe die Menschen, die am dringendsten Unterstützung brauchten. Im Rahmen eines Fallbeispiels wird im UN-Bericht die Wasser- und Abwassersituation in Südafrika dargestellt. Es wird deutlich, dass die Nachwirkungen der Apartheid sich noch immer zeigen, aber auch, wie sich die extrem unterschiedlich hohen Niederschläge in den einzelnen Landesteilen auswirken. Während an der Ostküste mehr als 1.000mm Niederschläge gemessen werden, müssen andere Landesteile mit weniger als 100mm im Jahr auskommen. Auch die rasche Urbanisierung (inzwischen leben 59% der Einwohner in Städten oder stadtähnlichen informellen Siedlungen) stellt die Regierung vor große Herausforderungen bei der Bereitstellung einer angemessenen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.
Im Weltwasserentwicklungsbericht werden die Erfolge seit der Übernahme der politischen Verantwortung durch demokratisch gewählte Regierungen herausgestellt. So wurde das Millenniumsziel der Halbierung der Zahl der Menschen ohne eine angemessene Trinkwasserversorgung bereits erreicht. Mussten 1994 noch 40% der Bevölkerung ohne sauberes Trinkwasser im eigenen Haus oder in der unmittelbaren Nähe auskommen, so sind es inzwischen nur noch 19%, und dieser Anteil wird bis 2015 noch deutlich weiter sinken. Weniger günstig sieht es mit der sanitären Entsorgung aus. Immer noch müssen 9 Millionen Menschen (etwa 39% der Bevölkerung) ohne angemessene Toiletten auskommen. Beunruhigend ist auch, dass 59% der Schulen und Kliniken nicht über angemessene sanitäre Anlagen verfügen. Im UN-Bericht ist erkennbar, dass auf diesem Gebiet ein großer Handlungsbedarf besteht.
Weitere Informationen zum Weltwasserbericht finden Sie auf der Website der UNESCO zum zweiten United Nations World Water Development Report: http://www.unesco.org/water/wwap/news/index.shtml#wmd

Energie aus sauberer Wasserkraft

Wasserkraft ist für zahlreiche Länder Afrikas die wichtigste Energiequelle. Ihr Potenzial ist mit einer Stromleistung von derzeit 20 Gigawatt pro Jahr jedoch nur zu sieben Prozent ausgeschöpft. Bislang hat der Bau großer Staudämme oft enorme ökologische, wirtschaftliche und soziale Schäden nach sich gezogen. Die Wasserkraft dient vor allem der Industrie und den Städten, nicht aber der Mehrzahl der armen Menschen auf dem Land. Dies geht aus einer neue Studie hervor, die der WWF gemeinsam mit Oxfam und WaterAid Anfang März 2006 veröffentlicht hat. 535 Millionen Afrikaner haben derzeit keinen Zugang zu Strom. Während in Südafrika immerhin 70 Prozent der Menschen ans Netz angeschlossen sind, sind es in Eritrea nur drei Prozent. „Wasser kann zusammen mit anderen erneuerbaren Energien einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Afrikas Energieprobleme zu lösen. Die Zukunft liegt jedoch in kleinen, dezentralen Kraftwerken, die vor allem die armen Menschen mit Strom versorgen“, sagt WWF-Experte Martin Geiger.

Verschiedene Berichte zur Verwirklichung der Millenniumsziele in Afrika haben betont, wie wichtig Verbesserungen der Infrastruktur und insbesondere auch der Energieversorgung sind, um Armut zu überwinden und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Die negativen Folgen von großen Staudämmen zeigen sich laut der Studie zum Beispiel am Sambesi-Fluss in Sambia. Der Kariba-Damm hat die Einnahmen der lokalen Garnelenfischerei um jährlich 10 bis 20 Millionen Dollar reduziert. Eine Entschädigung haben die Fischer nicht bekommen. ?Mega-Staudämme gehen oft auf Kosten der Armen?, so Geiger. Aus den zahlreichen Fehlern der Vergangenheit haben Politiker und Planer bislang nichts gelernt. Im Kongo wird derzeit das mit einer Leistung von 40.000 Megawatt größte Wasserkraftwerk der Welt geplant, die geschätzten Kosten belaufen sich auf 50 Milliarden Dollar. Der Damm könnte laut WWF die reichen Fischbestände und hohe Artenvielfalt im Kongo-Fluss gefährden. Die Studie zeigt aber auch gelungene Modellprojekte für kleine, regionale Wasserkraftwerke auf. So versorgt das von den Vereinten Nationen geförderte Kleinkraftwerk Tungu-Kabri in Kenia in einem abgelegenen Landstrich etwa 1.000 Menschen mit Energie.
Das Projekt ist preiswert, nachhaltig und schont die Natur durch die Einsparung weniger sauberer Energieträger wie Kerosin, Diesel oder Holz. Das Potenzial für derartige Projekte ist enorm. WWF, Oxfam und WaterAid fordern die afrikanischen Staaten auf, sich beim Bau von Wasserkraftwerken an die Vorgaben der Weltkommission für Staudämme (WCD) zu halten und diese in ihrer Energiepolitik umzusetzen. Die Kommission hat Leitlinien für eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Staudammpolitik entwickelt. Im Mittelpunkt müssen laut WWF der Schutz ökologisch wertvoller und für die Fischerei wichtiger Flussabschnitte, Kompensationszahlungen zum Ausgleich der negativen Folgen von Staudämmen und eine Modernisierung bestehender Kraftwerke stehen, um deren Energieeffizienz zu erhöhen.

Informationen zur Studie, die auch heruntergeladen werden kann, finden Sie auf der WWF-Website http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02910/index.html

Ursachen des Hungers in Afrika

Mehr als die Hälfte der afrikanischen Länder war Anfang 2006 auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Nach Schätzungen des International Food Policy Institute sind 200 Millionen Menschen auf dem afrikanischen Kontinent unterernährt. Diese Daten nimmt der BBC-Afrika Analyst Martin Plaut zum Anlass, die Ursachen für Unterernährung und Hunger zu analysieren. Er kommt zum Ergebnis, dass ungünstige Witterungsverhältnisse in den letzten Jahren nicht die einzige oder primäre Ursache für die Misere sind. Er benennt vier weitere Ursachen:

1. Fehlende Investionen in ländlichen Gebieten in den letzten Jahrzehnten. Die Eliten würden staatliche Mittel vor allem für Ausgaben in den Städten nutzen. Zudem gingen viele Gelder durch Korruption und Nepotismus verloren.

2. Kriege und politische Konflikte, die zu Flucht und Instabilität führen. In den fünfzig Jahren bis 2004 hat es in Afrika 186 Coups und 26 größere Kriege gegeben. Es wird geschätzt, dass es in Afrika gegenwärtig 16 Millionen Flüchtlinge gibt. Bauern bräuchten aber Stabilität, um ausreichend Nahrungsmittel für ihre Familien und den Verkauf produzieren zu können.

3. HIV/AIDS raubt den Bauernfamilien sehr viel produktive Arbeitskraft. Im Südlichen Afrika sind mehr als 30% der sexuell aktiven Erwachsenen HIV positiv. Wenn aber ein Elternteil erkrankt, sinkt die Arbeitskraft der Familie für die landwirtschaftliche Produktion um 60%, weil der verbliebene gesunde Elternteil neben der landwirtschaftlichen Arbeit auch die Krankenpflege übernehmen muss.

4. Unkontrolliertes Bevölkerungswachstum. Von 1975 bis 2005 hat sich die Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara laut „UN Population Fund“ von 335 Millionen Menschen auf 751 Millionen Menschen erhöht. Gegenwärtig wächst die Bevölkerung um 2,2% im Jahr. Das ist eine der Ursachen für die Übernutzung der Landwirtschaftsflächen und als Folge den Rückgang der Bodenqualität sowie der Ernteerträge. Die Ernährungssituation der Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara hat sich in den letzten 30 Jahren verschlechtert, hat das „International Food Policy Research Institute“ festgestellt. Eng damit zusammen hängt, dass Afrika vor einem halben Jahrhundert noch Nettoexporteur von Nahrungsmitteln war, inzwischen aber von Importen abhängig geworden ist. Dazu hat auch beigetragen, dass westliche Staaten die afrikanischen Märkte mit subventionieren Nahrungsmittelexporten überschwemmt haben, was zulasten der einheimischen Produzenten ging.

Die BBC-Analyse finden Sie unter: http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/4662232.stm


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